Der Riss in den Dingen
Vom 11. April bis 16. Mai 2026 zeigt die Galerie Forum Amalienpark die Ausstellung „Der Riss“, die sich mit Brüchen als produktiven Momenten von Veränderung auseinandersetzt. Neun künstlerische Positionen – darunter Liz Mields-Kratochwill, Marlene Colle, und Tilman Burgert/Katja Stögmüller – nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Riss erscheint dabei als Spur gesellschaftlicher, persönlicher und ästhetischer Prozesse.
Inhaltlich knüpft die Ausstellung an Traditionen der künstlerischen Avantgarde an, insbesondere an den Dadaismus, der Brüche, Fragmentierung und Irritation bewusst als Ausdrucksmittel einsetzte. Auch im heutigen Kontext wird der Riss als Zeichen einer komplexer werdenden Gegenwart lesbar – als Moment des Übergangs, der neue Formen hervorbringt.
Das Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung durch Vorträge, Lesungen und Workshops, darunter ein Beitrag von Alex Gross zum Thema „Der Riss als Teil des Werdens“ sowie eine Lesung von Annett Gröschner.
Im kulturellen Kontext von Berlin, das seit Jahrzehnten als Zentrum zeitgenössischer Kunst gilt, fügt sich die Ausstellung in eine lebendige Szene ein, die gesellschaftliche Umbrüche reflektiert und künstlerisch verhandelt. „Der Riss“ zeigt dabei keine abschließenden Antworten, sondern eröffnet vielfältige Deutungsräume zwischen Fragment und Kontinuität.
Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Projekt mit einem Zuschuss von 20.000 Euro.
Bildnachweis: Blockade Fassung II
© LizMields-Kratochwill
Stand 22.04.2026