Virtuelles detailgetreues Modell des Alten Kaiserstegs, dieser überspannte die Spree zwischen Ober- und Unterschöneweide von 1898 – 1945

Berliner Ingenieurskunst digital erleben

19. Januar 2026

Das Projekt „Verloren und Geborgen – Ein virtueller Spaziergang durch die verlorene Ingenieurbaukunst“ bietet einen einzigartigen digitalen Kulturraum, in dem unter anderem vier bedeutende, jedoch verlorene Bauwerke der Berliner Ingenieurbaukunst detailgetreu und interaktiv erlebbar gemacht werden. Vom Laien bis hin zum Fachpublikum bietet dieser virtuelle Rundgang die Möglichkeit, Bauwerke wie die Schinkelsche Bauakademie, die Großgaststätte Ahornblatt, das Bahnhofsgebäude des Anhalter Bahnhofs und den alten Kaisersteg in beeindruckenden 3D-Erlebnissen zu erkunden.

Mithilfe modernster Technik aus der Computerspieleindustrie werden diese längst verlorenen Schätze realitätstreu nachgebildet und in Form von begehbaren, visuellen Modellen präsentiert. Diese interaktiven Anwendungen rücken die oftmals übersehene Ingenieurskunst ins Rampenlicht und verdeutlichen die immense Bedeutung der Ingenieur*innen im Bauwesen.

Ziel des Projektes ist es, diese verlorenen Bauwerke digital wiederzubeleben, die Vernetzung von Bauingenieur*innen zu fördern und die (Berliner) Ingenieursbaukunst als bedeutendes Kulturgut in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Langfristig soll dieses Engagement in die Gründung eines „Ingenieur Baukunst Museums“ münden, das die kulturelle und künstlerische Bedeutung der Ingenieurwissenschaften im Bauwesen würdigt und bewahrt.

Mit Unterstützung der Bundesstiftung Bauakademie lädt der Ingenieur Baukunst e. V. zu einer außergewöhnlichen Ausstellung im Roten Saal am Schinkelplatz ein: „Verloren & Geboren“ verbindet Virtual Reality, originale Exponate und klassische Ausstellungselemente zu einem neuen Zugang zur Ingenieurbaukunstkunst. Die Ausstellung macht ingenieurtechnische Meisterleistungen des 19. und 20. Jahrhunderts in ihren konstruktiven Ideen, Dimensionen und gesellschaftlichen Zusammenhängen erfahrbar. Mit der Ausstellung – 12. Februar bis 8. März 2026 – eröffnet das Digitale Ingenieurbaukunst Museum.

Öffnungszeiten Mittwoch – Freitag 14-19 Uhr und Samstag – Sonntag 12 – 17 Uhr.

Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Projekt mit einem Zuschuss von 60.188,96 Euro. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) fördert das Projekt gleichermaßen und ermöglicht zudem die Modellierung drei weiterer Ingenieurbauwerke aus ganz Deutschland.

Bildnachweis: Virtuelles detailgetreues Modell des Alten Kaiserstegs, dieser überspannte die Spree zwischen Ober- und Unterschöneweide von 1898 – 1945
© Ingenieur Baukunst eV

Stand 19.01.2026